Startseite › Outdoor Aktivitäten › Camping
Camping verbindet Natur, Freiheit und das einfache Leben unter freiem Himmel zu einem Erlebnis, das für Einsteiger genauso zugänglich ist wie für erfahrene Outdoor-Fans. Ob gemütlich auf dem Campingplatz, minimalistisch im Zelt, flexibel beim Autocamping oder abenteuerlich beim Trekking – jede Form des Campens hat ihren eigenen Reiz. Gerade für Anfänger ist Camping ideal, weil es ohne Vorkenntnisse möglich ist und dennoch unendliche Möglichkeiten bietet, die Natur aus nächster Nähe zu erleben.
Damit der Start gut gelingt, hilft ein klarer Überblick über Ausrüstung, Campingarten, Sicherheit, Kochen und Planung. Die Grundlagen sind leicht zu lernen, lassen sich Stück für Stück erweitern und wachsen mit jeder Tour. Dieser Einstieg führt Schritt für Schritt in die wichtigsten Themen hinein und schafft Orientierung für alle, die draußen ein Zuhause auf Zeit aufbauen möchten.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Was ist Camping eigentlich? – Ein Überblick
- 2 Die wichtigsten Camping-Arten im Überblick
- 3 Camping-Ausrüstung – Was du wirklich brauchst
- 4 Campingplätze, Regionen & die besten Orte zum Übernachten
- 5 Sicherheit & Verhalten beim Camping
- 6 Kochen & Essen beim Camping
- 7 So planst du dein erstes Camping-Abenteuer
- 8 FAQ – Häufige Fragen zum Camping
- 9 Fazit: Camping – einfach starten, draußen wachsen
- 10 Weiterführende Themen für deinen Start ins Camping
Was ist Camping eigentlich? – Ein Überblick

Camping bedeutet, für eine begrenzte Zeit draußen zu leben und zu übernachten – mal mit viel Komfort, mal ganz einfach. Ob Zelt, Campervan oder Trekkingausrüstung: Beim Campen geht es darum, einen Platz in der Natur zu schaffen, an dem man schlafen, kochen und entspannen kann. Camping unterscheidet sich dabei klar von Wildcamping, Bushcraft und Survival. Während Wildcamping oft frei in der Natur stattfindet, steht beim Camping der Komfort im Vordergrund. Bushcraft arbeitet handwerklich mit Naturmaterialien und Survival konzentriert sich auf Notfälle und Prioritäten – Camping bleibt dagegen bewusst entspannt.
Je nach Art verändert sich das Komfort-Level: vom gut ausgestatteten Campingplatz über Trekking-Camping bis hin zu Freistehen oder Wintercamping. Dadurch spricht Camping viele Zielgruppen an – Familien, Outdoor-Einsteiger, Roadtrip-Fans, Trekker oder Minimalisten. Und wichtig: Camping ist nicht automatisch gleich Zelten. Es kann ein Wohnmobil, ein Dachzelt, ein Biwaksack oder ein gemütliches Setup auf dem Campingplatz sein. Die Vielfalt macht Camping so zugänglich und flexibel wie kaum eine andere Outdoor-Aktivität.
Die wichtigsten Camping-Arten im Überblick

Camping ist vielseitig – und jede Art bietet ein eigenes Naturerlebnis. Von entspanntem Komfort bis zu minimalistischem Trekking reicht die Bandbreite weit. Die folgenden Campingformen geben dir einen Überblick, wohin deine Reise gehen kann und welche Variante am besten zu deinem Stil passt.
Zelten auf dem Campingplatz
Zelten auf dem Campingplatz ist perfekt für Einsteiger, Familien und alle, die ein sicheres Umfeld bevorzugen. Sanitäranlagen, Strom, Frischwasser und kleine Shops sorgen für Komfort, ohne das Naturgefühl zu verlieren. Diese Form des Campings kombiniert Freiheit mit Struktur – ideal, um die Basics stressfrei zu lernen.
💡 Tipp: Auf beliebten Plätzen lohnt sich eine frühzeitige Reservierung, besonders in den Sommermonaten.
Wildcamping & Biwakieren
Wildcamping steht für Freiheit und Minimalismus – aber auch für Verantwortung. Da es in vielen Ländern eingeschränkt oder verboten ist, spielt die Legalität eine wichtige Rolle. Ein Biwak ist die noch einfachere Form: schlafen unter freiem Himmel, oft ohne Zelt. Wer minimalistisch unterwegs ist, erlebt Natur besonders intensiv, muss aber achtsam und respektvoll handeln.
Trekking-Camping / Rucksack-Camping
Trekking-Camping bedeutet, Gewicht, Route und Ausdauer in Einklang zu bringen. Du trägst alles, was du brauchst, auf dem Rücken – Zelt, Kocher, Wasserfilter, Verpflegung. Diese Campingart eignet sich für alle, die gerne autark unterwegs sind und längere Strecken zurücklegen. Planung und Leichtigkeit entscheiden über Komfort und Sicherheit.
💡 Tipp: Achte besonders auf ein leichtes Zelt und eine gute Schlafmatte – kleine Gewichtsunterschiede wirken sich auf langen Touren stark aus.
Autocamping & Roadtrip
Autocamping verbindet dein Fahrzeug mit einem einfachen Set-up aus Zelt, Pavillon oder Heckschlafsystem. Ideal für Roadtrips und Kurztrips, bei denen Flexibilität im Vordergrund steht. Du bist schnell am Ziel, kannst spontan weiterfahren und brauchst weniger zu tragen. Perfekt für alle, die Natur erleben wollen, ohne schweres Gepäck.
Vanlife
Vanlife ist Camping als Lifestyle – mobil, flexibel und komfortabel. Mit Schlafplatz, Stromlösung und kleiner Küche wird das Fahrzeug zum rollenden Zuhause. Diese Form eignet sich für längere Reisen oder Menschen, die Natur und Alltag verbinden möchten. Strom- und Wasser-Management spielen eine zentrale Rolle, damit du unabhängig unterwegs bist.
Glamping
Glamping steht für „Glamorous Camping“ – Naturerlebnis mit Komfort. Große Zelte, Betten, Möbel, manchmal sogar Heizung oder Whirlpool gehören dazu. Ideal für Personen, die Natur spüren wollen, ohne auf Bequemlichkeit zu verzichten. Besonders beliebt bei Einsteigern, Paaren und Familien, die sanft ins Draußensein starten.
Wintercamping
Wintercamping ist eine besondere Herausforderung und erfordert angepasste Ausrüstung, Wissen und Erfahrung. Kälte, Schnee und kurze Tage verlangen gute Vorbereitung – aber sie belohnen dich mit Ruhe, klarer Luft und beeindruckenden Landschaften. Von beheizbaren Zelten bis zu Winterschlafsäcken gibt es viele Wege, sicher und komfortabel zu übernachten.
💡 Tipp: Kondensation im Zelt ist im Winter normal – gute Belüftung ist wichtiger als Wärme.
Camping-Ausrüstung – Was du wirklich brauchst

Für ein gelungenes Camping-Erlebnis braucht es keine überladenen Packlisten, sondern eine durchdachte, zuverlässige Grundausstattung. Die wichtigsten Teile begleiten dich in jeder Campingform – ob auf dem Campingplatz, beim Trekking oder auf Roadtrips. Mit einer guten Basis steigst du sicher ein und kannst später gezielt erweitern, je nachdem, wie minimalistisch oder komfortabel du unterwegs sein möchtest.
💡 Tipp: Hochwertige Ausrüstung muss nicht teuer sein – wichtiger ist, dass sie zur Art deiner Tour passt und du sie gut bedienen kannst.
Grundausstattung
Zur Basisausrüstung gehören ein Zelt, Tarp oder Biwaksack als Unterkunft, abgestimmt auf Wetter und Komfort. Ein Schlafsack und eine Isomatte sorgen für Wärme und Erholung, während ein gut sitzender Rucksack dein Material sicher trägt. Dazu kommt eine einfache Kochausrüstung – vom Gaskocher bis zum kleinen Topfset. Diese Elemente bilden das Fundament für jede Campingform und machen den Einstieg leicht.
🧭 Detaillierte Vergleiche zu Zelttypen, Schlafsäcken und Isomatten findest du auf meiner Seite „Campingausrüstung“.
Je nach Camping-Art
Je nachdem, wie und wo du campst, verändert sich die Ausrüstung deutlich. Beim Trekking zählt jedes Gramm – ultraleichte Zelte, kompakte Kocher und minimalistische Schlafsysteme stehen hier im Fokus. Für Autocamping darf es etwas mehr Komfort sein: größere Zelte, Pavillons, Stühle oder eine Kühlbox. Beim Wintercamping stehen Wärme, Isolation und Sicherheit im Mittelpunkt – Winterschlafsäcke, robuste Kocher und verlässliche Beleuchtung gehören zur Pflicht.
💡 Tipp: Versuche dein Set zuerst bei einer kurzen Tour im Alltag – so erkennst du, was dir noch fehlt oder was unnötig ist.
Materialkunde
Materialkunde hilft dir, Ausrüstung besser zu verstehen und bewusst zu wählen. Bei Zelten spielen Stoffe wie Nylon, Polyester oder Silnylon eine Rolle – sie unterscheiden sich in Gewicht, Wasserdichtigkeit und Haltbarkeit. Bei Schlafsäcken zählt die Wahl zwischen Daune und Kunstfaser, je nach Einsatzgebiet und Pflegeaufwand. Isomatten gibt es als Schaumstoff-, selbstaufblasende oder Luftmatten – jede Bauart hat eigene Vor- und Nachteile.
Campingplätze, Regionen & die besten Orte zum Übernachten

Die Wahl des richtigen Übernachtungsortes entscheidet, wie entspannt und besonders dein Camping-Erlebnis wird. Ob du komfortabel am Campingplatz stehst, abgelegene Seen suchst oder die Weite der Berge bevorzugst – jede Region hat ihren eigenen Charakter und bringt andere Möglichkeiten mit sich. Dieser Überblick hilft dir, erste Orientierung zu gewinnen und herauszufinden, welche Umgebung am besten zu deinem Stil passt.
💡 Tipp: Starte mit bekannten Regionen und baue deine Abenteuer Schritt für Schritt aus – so sammelst du Sicherheit und Erfahrung, bevor du weiter entfernte Orte ausprobierst.
Camping in Deutschland
Deutschland bietet eine beeindruckende Vielfalt an Campingplätzen – von familienfreundlichen Anlagen bis zu einfachen Naturplätzen. Beliebte Regionen wie die Ostsee, die Alpen, die Eifel, der Schwarzwald oder die Mecklenburgische Seenplatte bieten für Einsteiger besonders gute Bedingungen. Infrastruktur, kurze Anfahrten und geprüfte Plätze machen den Einstieg leicht und sorgen für entspannte erste Nächte im Zelt oder Camper.
Camping in Europa
Europa ist ein Paradies für Camper – egal ob Norwegens Fjorde, Frankreichs Atlantikküste, Italiens Berge oder Schwedens Wälder. Je nach Land variieren Klima, Kosten, Platzkultur und Regeln deutlich. Viele Länder bieten gut ausgebaute Campingplatznetze, während andere mit Freiheit und Weite glänzen. Perfekt für Roadtrips, längere Reisen oder alle, die Abwechslung lieben.
Spezielle Spots – Berge, Seen, Küste & mehr
Manche Orte passen besonders gut zu bestimmten Campingstilen:
- Berge → perfekt für Trekking- und Abenteuerfans
- Seen & Flüsse → ideal fürs Zelten, Baden und Familien
- Küsten → beliebt bei Roadtrippern und Campervans
- Wälder → ruhig, schattig, ideal zum Entspannen
Diese Spezialorte schaffen einzigartige Stimmungen und machen jede Übernachtung zu etwas Besonderem – ganz egal, ob du minimalistisch oder komfortabel unterwegs bist.
Wildcamping nach Ländern
Wildcamping ist in Europa sehr unterschiedlich geregelt. Länder wie Norwegen, Schweden oder Schottland erlauben es unter bestimmten Bedingungen, während es in anderen vollständig verboten ist. Wer legal und verantwortungsvoll campen will, braucht einen Blick auf die lokalen Regeln. Ein bewusster Umgang mit Natur, Abstand zu Wohngebieten und Leave-No-Trace-Prinzipien sind dabei Pflicht.
Sicherheit & Verhalten beim Camping

Sicherheit beim Camping bedeutet nicht Extremwissen, sondern ein gutes Gespür für Wetter, Umgebung und verantwortungsvolles Verhalten. Wer die grundlegenden Risiken kennt, trifft bessere Entscheidungen und bewegt sich entspannter in der Natur. Dazu gehören das Einschätzen von Wetterlagen, der Umgang mit Tieren, ein bewusster Einsatz von Feuer und ein respektvoller Umgang mit Umwelt und Flächen.
💡 Tipp: Viele Risiken lassen sich vermeiden, wenn du deinen Campingplatz bewusst auswählst – erhöhte Stellen, Abstand zu Wasserläufen und ein sicherer Untergrund machen einen großen Unterschied.
Wetter & Risiken
Wetter ist einer der wichtigsten Sicherheitsfaktoren beim Camping. Starker Wind, Gewitter, Temperaturstürze oder anhaltender Regen können Zelt, Schlafkomfort und Sicherheit stark beeinflussen. Ein schneller Blick auf den Wetterbericht reicht oft nicht – wichtig ist auch, Warnzeichen zu erkennen und den Standort entsprechend anzupassen. Ein stabiler Zeltplatz, windgeschützte Bereiche und ein sicherer Abstand zu Bäumen oder Gewässern schaffen gute Voraussetzungen.
Tiere & Umwelt
Tiere sind selten gefährlich – aber falscher Umgang kann Probleme verursachen. Lebensmittel sollten stets verschlossen bleiben, um Wildtiere nicht anzulocken. Insekten sind oft der häufigste „Störfaktor“: Mücken, Zecken oder Wespen lassen sich mit Standortwahl, Kleidung und etwas Vorbereitung gut reduzieren. Gleichzeitig ist Rücksicht auf die Umwelt wichtig: sensible Pflanzen, Nistplätze und Schutzzonen verdienen besondere Aufmerksamkeit.
Feuer & legaler Umgang
Offenes Feuer ist ein zentraler Teil vieler Camping-Erlebnisse, birgt aber klare Risiken. In vielen Regionen sind Lagerfeuer nur auf ausgewiesenen Plätzen erlaubt oder komplett verboten. Kleine Kocher sind meist sicherer und oft die bessere Wahl. Wer dennoch ein Feuer entzündet, sollte Wind, Bodenbeschaffenheit und Wasserquellen beachten – und das Feuer nie unbeaufsichtigt lassen. Eine gute Feuerstelle schützt Natur und Camper gleichermaßen.
💡 Tipp: Feuerschalen oder offizielle Feuerplätze reduzieren das Risiko deutlich und sind vielerorts verpflichtend.
Verhalten im Notfall
Auch beim Camping kann einmal etwas schiefgehen – ein verstauchter Knöchel, ein beschädigtes Zelt oder plötzlich schlechtes Wetter. Wichtig ist, ruhig zu bleiben und zuerst die eigene Sicherheit zu klären. Eine einfache Erste-Hilfe-Ausrüstung, eine aufgeladene Powerbank und grundlegende Orientierung reichen oft aus, um kleine Notfälle zu meistern. Größere Risiken gehören in professionelle Hände – im Zweifel immer Hilfe rufen und nicht experimentieren.
Nachhaltigkeit (Leave No Trace)
Beim Camping spielt rücksichtsvolles Verhalten eine große Rolle. Die Leave-No-Trace-Prinzipien helfen dir, Natur zu genießen, ohne Spuren zu hinterlassen: Müll mitnehmen, ruhige Plätze respektieren, Feuerstellen vermeiden oder sorgfältig löschen und sensible Bereiche meiden. Wer diese Grundsätze ernst nimmt, schützt die Natur und trägt dazu bei, dass Camping auch in Zukunft überall möglich bleibt.
Kochen & Essen beim Camping

Kochen beim Camping gehört zu den schönsten Momenten draußen: ein warmer Tee am Morgen, eine einfache Mahlzeit nach einer Tour oder das gemeinsame Sitzen am Kocher. Wichtig ist eine Ausrüstung, die zu deiner Campingart passt, und das Wissen, wie man Lebensmittel sicher lagert und schnell zubereitet. Mit ein paar Basics gelingt gutes Essen überall – vom Campingplatz bis zur Trekkingtour.
💡 Tipp: Plane Mahlzeiten möglichst einfach – wenige Zutaten, kurze Kochzeiten, wenig Abwasch. Das spart Energie, Brennstoff und Nerven.
Kocherarten
Je nach Campingstil stehen verschiedene Kocherarten zur Wahl. Gaskocher sind zuverlässig und einfach zu bedienen, während Spirituskocher besonders leicht und leise sind. Multifuel-Kocher eignen sich für anspruchsvollere Touren, bei denen Flexibilität wichtig ist. Für Campingplätze können größere Kartuschenkocher oder Kochboxen sinnvoll sein – mehr Komfort, stabile Flamme, ideal für längere Aufenthalte.
Feuerstelle legal nutzen
Eine Feuerstelle bietet Wärme, Atmosphäre und eine natürliche Kochmöglichkeit – aber nur dort, wo sie erlaubt ist. Viele Regionen haben klare Regeln für offenes Feuer, die je nach Jahreszeit variieren. Offizielle Feuerstellen, Feuerschalen oder ausgewiesene Plätze sind meist die sicherste Wahl. Wer ein Feuer nutzt, achtet auf Wind, Boden, Funkenflug und eine absolut saubere Löschung.
💡 Tipp: Ein kleiner Hitzeschutz (z. B. Alu-Unterlage) unter dem Kocher schützt Gras und Boden – besonders auf Campingplätzen gern gesehen.
Einfache Campinggerichte
Gute Campinggerichte müssen nicht kompliziert sein. Klassiker wie Nudeln mit Sauce, Couscous, One-Pot-Gerichte oder einfache Pfannengerichte funktionieren fast überall. Fertiggerichte sind eine Option für Trekkingtouren, während frische Lebensmittel auf Campingplätzen mehr Abwechslung bieten. Wichtig ist, dass die Gerichte schnell kochen, wenig Energie benötigen und gut transportierbar sind.
Lebensmittel sicher lagern
Lebensmittelsicherheit ist draußen besonders wichtig. Kühlboxen oder Kühlakkus helfen auf Campingplätzen, während bei Trekkingtouren haltbare Lebensmittel wie Nüsse, Trockenfrüchte, Haferflocken oder Hartkäse ideal sind. Alles Essbare sollte verschlossen bleiben – zum Schutz vor Tieren und Insekten. Saubere Hände, getrennte Verpackung und Ordnung im Kochbereich verhindern Verdauungsprobleme und unnötigen Müll.
So planst du dein erstes Camping-Abenteuer
Ein guter Plan macht dein erstes Camping-Erlebnis entspannt und sicher. Die wichtigsten Faktoren sind ein geeigneter Standort, das richtige Timing und eine durchdachte Packliste. Mit etwas Vorbereitung wird aus Unsicherheit schnell Vorfreude – und aus einem einfachen Wochenendausflug ein echtes Naturerlebnis.
💡 Tipp: Plane dein erstes Camping nicht zu weit weg. Eine kurze Anfahrt schafft Flexibilität, falls das Wetter kippt oder du etwas nachholen musst.
Standortwahl
Der passende Standort entscheidet über Komfort, Sicherheit und Stimmung. Einsteiger starten am besten auf einem Campingplatz, da Infrastruktur und klare Regeln vieles erleichtern. Wer etwas abseits stehen möchte, sollte auf ebenen Boden, Windschutz, Abstand zu Wasser und Schatten achten.
Auch wichtig: An- und Abreise, Parkplatznähe und die Frage, wie viel Trubel du möchtest – von ruhigen Naturplätzen bis zu lebhaften Familienanlagen ist alles möglich.
Saisonabhängige Planung
Jede Jahreszeit bringt eigene Herausforderungen. Im Sommer sind Campingplätze beliebt und früh ausgebucht, während Hitze und Gewitter berücksichtigt werden müssen. Frühling und Herbst bieten mildere Temperaturen, aber wechselhaftes Wetter – gute Kleidung und robuste Schlafsysteme sind hier entscheidend. Wintercamping erfordert Erfahrung, warme Ausrüstung und genaue Planung.
💡 Tipp: Schau nicht nur auf die Temperatur – Wind und Luftfeuchtigkeit beeinflussen das Kälteempfinden stark.
Packliste
Eine gute Packliste sorgt dafür, dass du nichts Wichtiges vergisst und dein Gepäck nicht unnötig schwer wird. Die Basics bestehen aus Unterkunft, Schlafsystem, Kocher, Licht, Kleidung und Hygieneartikeln. Je nach Campingart verändert sich der Umfang – Trekkingtouren verlangen Leichtigkeit, Campingplätze erlauben mehr Komfort.
Rechtliches & Regeln
Vor jeder Tour lohnt ein Blick auf lokale Regeln:
- Wo darfst du übernachten?
- Ist Feuer erlaubt?
- Welche Ruhezeiten gelten auf Campingplätzen?
- Gibt es Naturschutzgebiete in der Nähe?
Gerade beim Wildcamping oder Freistehen unterscheiden sich Gesetze je nach Land und Region. Offizielle Plätze bieten hier die größte Sicherheit. Ein bewusster Umgang mit Natur, Privatgrundstücken und Lärm sorgt dafür, dass Camping überall willkommen bleibt.
FAQ – Häufige Fragen zum Camping
❓Was braucht man als Anfänger zum Campen?
Für den Start reicht eine einfache Grundausstattung: ein wetterfestes Zelt, ein Schlafsack in passender Temperaturklasse, eine Isomatte, ein kleiner Kocher, Licht (Stirnlampe), wetterangepasste Kleidung und Hygieneartikel. Auf Campingplätzen sorgen Infrastruktur und Strom dafür, dass du ohne Spezialausrüstung auskommst. Viel wichtiger als teures Equipment ist, dass du dein Material kennst und damit umgehen kannst.
❓ Wo ist Wildcampen erlaubt?
Das hängt stark vom Land ab. In Deutschland ist Wildcampen in der Regel verboten, aber geduldetes Biwakieren ist vielerorts möglich. Länder wie Schweden, Norwegen und Schottland erlauben Wildcamping unter bestimmten Bedingungen. In Südeuropa sind die Regeln oft strenger. Grundsätzlich gilt: lokale Gesetze prüfen, Naturschutzgebiete meiden, respektvoll handeln und keine Spuren hinterlassen.
❓ Welche Zeltarten gibt es?
Die wichtigsten Zeltarten sind:
- Kuppelzelte – stabil und universell einsetzbar
- Tunnelzelte – leicht, viel Platz, ideal für Trekking
- Geodätzelte – extrem stabil für schwierige Bedingungen
- Wurfzelte – schnell aufgebaut, perfekt für Einsteiger
- Familienzelte – hohe Stehhöhe und viel Platz
Jede Zeltform hat eigene Stärken, abhängig von Wetter, Platzbedarf und Campingstil.
❓ Wie kocht man unterwegs am besten?
Am einfachsten mit einem Gaskocher und einer kleinen Topf/Pfannenkombi. Auf Campingplätzen bieten große Kartuschenkocher oder Kochboxen mehr Komfort. Trekkingtouren profitieren von ultraleichten Kochsystemen oder Spirituskochern. Offene Feuerstellen sind nur dort erlaubt, wo lokale Regeln es zulassen. Schnelle Rezepte, kurze Kochzeiten und wenig Abwasch machen das Kochen deutlich entspannter.
❓ Camping vs. Trekking – was passt zu mir?
Camping eignet sich für alle, die gemütlich, flexibel und mit etwas Komfort unterwegs sein wollen – perfekt für Einsteiger, Familien oder Roadtrips. Trekking bedeutet dagegen länger zu Fuß unterwegs zu sein, mit leichtem Gepäck und Übernachtung direkt auf der Route. Wenn du Ruhe, Einfachheit und Natur suchst, ist Trekking ideal. Wenn du entspannte Abende, Infrastruktur und freie Platzwahl bevorzugst, passt Camping besser.
Fazit: Camping – einfach starten, draußen wachsen
Camping ist eine der zugänglichsten Outdoor-Aktivitäten überhaupt – unkompliziert, flexibel und voller Möglichkeiten. Mit etwas Vorbereitung, einer passenden Grundausstattung und einem geeigneten Standort wird selbst die erste Nacht im Zelt zum entspannten Erlebnis. Jede Tour bringt neue Erfahrungen, stärkt das Vertrauen in die eigene Ausrüstung und öffnet den Blick für das, was draußen wirklich zählt: Freiheit, Ruhe und Natur.
Egal, ob du auf dem Campingplatz beginnst, den nächsten Roadtrip planst oder langfristig Trekkingtouren angehen willst – Camping wächst mit dir. Schritt für Schritt wirst du sicherer, selbstständiger und findest deinen ganz eigenen Stil, draußen zu leben. Alles, was du dafür brauchst, ist Neugier, etwas Planung und die Lust, Zeit in der Natur zu verbringen.
Weiterführende Themen für deinen Start ins Camping
Hier kannst du dich direkt in die Bereiche vertiefen, die für Anfänger besonders hilfreich sind: